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Nordisk seit 1901

Nordisk wurde 1901 in Kopenhagen als Nordisk Fjerfabrik gegründet und handelte zunächst mit Daunen und Federn. Später entwickelte das Unternehmen eigene Produkte wie Bettdecken, Steppdecken und Kissen.

1967 gründete Nordisk Fjer eine Tochtergesellschaft für den wachsenden Outdoormarkt. In den 70er und 80er Jahren war das Unternehmen mit eigenen Gesellschaften in Dänemark, Schweden, Deutschland und England unter der Marke Caravan am Aufbau des europäischen Outdoormarkts beteiligt. Caravan stand damals für neue Ideen und modernes Design.

Seit 1991 heißen die Produkte Nordisk. Die Marke ist in ganz Europa vertreten, und Nordisk Produkte gibt es inzwischen auch in Japan und Korea.

1901: Gründung in Kopenhagen

Im März 1901 gründete der 23-jährige H. O. Lange, Sohn eines Kolonialwarenhändlers, die Nordisk Fjerfabrik A/S in Kopenhagen. Das Unternehmen handelte mit Rohwaren und Halbfabrikaten, vor allem mit Daunen und Federn, und war schnell international tätig.

1908: Niederlassungen im Ausland

1908 gründete Nordisk Fjer eine Niederlassung in China, 1917 folgte die Northern Feather Works Ltd. in New York. Das Sortiment wuchs um Bettwäsche, Decken und ähnliche Produkte. Ab 1969 standen diese Warengruppen im Mittelpunkt, und Nordisk Fjer entwickelte, produzierte und verkaufte Feder- und Daunenprodukte unter eigener Marke.

1941: Die ersten Schlafsäcke

Anfang der 40er Jahre entwickelte Nordisk Fjer die ersten Schlafsäcke, von Beginn an mit Daunen- und mit Kunstfaserfüllung. Die Konstruktion orientierte sich zunächst an Bettdecken und Kissen. Aus der Weiterentwicklung entstand bald ein eigener Bereich für Outdoor-Produkte.

1967: Schwerpunkt Outdoor

Für den wachsenden Outdoormarkt gründete Nordisk Fjer in Malmö in Schweden die Tochtergesellschaft Nordisk Fritid. Sie entwickelte Produkte mit Fokus auf neue Ideen, Funktion und Qualität. Daraus entstand die Marke Caravan.

1974: Der erste Caravan-Katalog

Der erste Katalog der Marke Caravan zeigte vor allem Schlafsäcke und Isomatten, ergänzt um Produktinformationen und Reiseberichte. 1977 kamen die ersten Zelte dazu, 1979 die Rucksäcke, und der Katalog hieß ab dann „Caravan Backpacking“.

1980: Outdoor trifft Design

In den 80er Jahren nahm Caravan Kochgeschirr, Schuhe, Kompasse, Messer und Fahrradtaschen ins Sortiment auf und bot damit Ausrüstung für alle Bereiche draußen. Gleichzeitig legte Caravan viel Wert auf Design und wurde so auch als Modemarke wahrgenommen.

1991: Nordisk Freizeit ohne Nordisk Fjer

Nach dem Konkurs von Nordisk Fjer 1991 bestand das Unternehmen als Nordisk Freizeit GmbH weiter, mit Schwerpunkt auf dem norddeutschen Markt. Aus der Marke Caravan wurde Nordisk.

2005: Ein neuer Anfang

2005 kaufte Erik Møller das Unternehmen zusammen mit zwei Teilhabern. Seitdem liegt der Fokus wieder auf Produktentwicklung, Kundenzufriedenheit und dem Aufbau der Marke Nordisk.

2010: Europa und Asien

Seit 2010 konzentriert sich Nordisk auf die Märkte in Europa und Asien. Mit einem eigenen Büro in Asien steuert Nordisk die Abläufe von der Produktion bis zur Auslieferung an den Händler selbst. Gleichzeitig entstand eine eigene Produktentwicklung, und das Erscheinungsbild von Nordisk wurde mit Blick auf dänisches Design, skandinavische Werte und die eigene Geschichte überarbeitet.

2012: Bering definiert Nordisk neu

Nordisk brachte eine neue Schlafsackserie heraus, angeführt vom Modell Bering. Der Bering erhielt den deutschen und den dänischen iF Award, den OTS Award sowie den Outdoor Award und den Red Dot Design Award.

2013: Telemark kommt auf den Markt

Vor dem Start des Telemark 1 ULW wurden alle Zelte überarbeitet. Auch das Telemark wurde vielfach ausgezeichnet.

2014: Glamping wächst

Mit einer Neuauflage der Legacy-Zelte rückte Glamping in den Mittelpunkt, vor allem in Asien, wo Nordisk viele Fans gewann.

2015: Schlafsack aus recycelten Flaschen

Nordisk brachte einen Schlafsack auf den Markt, dessen Faserfüllung aus recycelten PET-Flaschen hergestellt wird.

2016: Nordisk Japan

Wegen der großen Nachfrage nach Nordisk Produkten in Taiwan und Japan eröffnete Nordisk eine eigene Niederlassung in Japan, um in Asien stärker vertreten zu sein.

2017: Lofoten 1 ULW kommt auf den Markt

Das Lofoten 1 ULW hat ein Minimalgewicht von 490 g und ein Packmaß von 22 × 11 cm. 2017 erhielt es unter anderem den Red Dot Design Award und den Outdoor Industry Award. Mehr dazu auf der Seite Ultraleichte Zelte und Daunenschlafsäcke.

2017: Das erste Nordisk Village

Im Mai 2017 eröffnete das erste Nordisk Village in Italien, 35 Minuten mit dem Boot vom Markusplatz in Venedig entfernt. Das Vanaheim-Zelt war dort der Ausgangspunkt für ein neues Konzept: Luxuscamping mit Nordisk.

2018: Nordisk und die UN-Ziele

Nordisk schloss sich den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung an. Diese Ziele sollen bis 2030 Armut beenden, Ungleichheit verringern und den Klimawandel angehen.

Nordisk konzentriert sich besonders auf Ziel 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) und Ziel 12 (Verantwortungsvoller Konsum und Produktion).

2020: Nordisk Hygge Circles

Ein dänisch-japanisches Team plante einen Park, der Naturerlebnisse, die Ziele der Vereinten Nationen und gemeinsames Miteinander verbindet.

Der Park heißt Nordisk Hygge Circles Ugakei und bringt Hygge und dänisches Design nach Japan.

2020: Yeti wird Teil von Nordisk

Nach 15 Jahren enger Zusammenarbeit schließen sich Yeti und Nordisk zu einer gemeinsamen Outdoor-Marke zusammen. Damit erweitert Nordisk sein Sortiment um Daunenbekleidung und Daunenschlafsäcke von Yeti.

2021: Care & Repair in Görlitz

In der Manufaktur in Görlitz, in der seit 1983 Daunenschlafsäcke von Hand genäht werden, eröffnete Nordisk 2021 Care & Repair. Dort werden Schlafsäcke und Reißverschlüsse repariert und Daunenprodukte gewaschen und neu befüllt.