


Egal, ob dein Schlafsack mit Daunen oder Kunstfaser gefüllt ist: Mit ein paar einfachen Kniffen schläfst du wärmer und hast länger Freude an ihm. Ein Schlafsack soll dich warm halten, wenn dein Körper nachts abkühlt, weil die Temperatur sinkt, du weniger anhast und die Durchblutung nachlässt. Wie du den richtigen Schlafsack auswählst, ist ein eigenes Thema (mehr dazu im Beitrag Daune oder Kunstfaser). Hier geht es darum, das Beste aus dem Schlafsack herauszuholen, den du schon hast.
Im Packsack ist die Füllung zusammengedrückt, und es gibt kaum Luftpolster, die deine Körperwärme halten können. Nimm den Schlafsack deshalb mindestens 30 Minuten vor dem Schlafengehen aus dem Packsack und schüttle ihn auf. So kann sich die Füllung ausdehnen, und der Schlafsack wärmt deutlich besser.
Wenn du dich entspannst, sinken Körpertemperatur und Durchblutung, drinnen wie draußen. Weil draußen gleichzeitig die Temperatur fällt, ist es gut, möglichst viel Wärme mit in den Schlafsack zu nehmen. Mach vor dem Zubettgehen ein paar Kniebeugen, Hampelmänner oder Liegestütze und krieche mit leicht erhöhtem Puls hinein. Wichtig: nicht ins Schwitzen kommen, denn Schweiß macht den Schlafsack von innen feucht und kühlt dich ab.
Zu viel Kleidung verhindert, dass dein Körper den Schlafsack aufwärmt, und genau darauf kommt es an. Trag deshalb nur eine Lage, am besten aus Wolle, denn Wolle ist atmungsaktiv und wärmt schnell. Mit der restlichen Kleidung füllst du den leeren Raum am Fußende. So verringerst du die Luft, die erwärmt werden muss, und deine Kleidung ist am nächsten Morgen trocken und warm. Du kannst sie auch zusammenrollen und als Kopfkissen nutzen.
Warme Luft steigt nach oben und versucht im Laufe der Nacht zu entweichen. Schließ deshalb alle Öffnungen: Reißverschluss ganz zu und die Kapuze eng ums Gesicht ziehen. Alternativ schließt du die Kapuze am Hals und regulierst die Temperatur mit Mütze und Schlauchschal, denn über einen unbedeckten Kopf geht viel Wärme verloren. Wird dir zu warm, kannst du jederzeit etwas öffnen. Einen ausgekühlten Schlafsack mitten in der Nacht wieder aufzuwärmen, ist viel schwieriger.
Das gilt besonders für Kinder und kleinere Erwachsene. Füllst du nur einen Teil des Schlafsacks aus, muss viel zusätzliche Luft erwärmt werden, bevor die Wärme die Isolierung erreicht, wo sie tatsächlich hält. Diese Luft entweicht nachts leichter, und du frierst. Kauf deshalb einen Schlafsack, der zu deiner Größe passt, es gibt viele Formen und Längen. Ist dein Schlafsack zu lang, bindest du das Fußende mit einer Schnur oder Abspannleine ab. So lässt sich auch ein normaler Schlafsack für Kinder anpassen.
Viele Schlafsäcke haben kleine Packsäcke, damit sie wenig Platz im Rucksack brauchen. Mit der richtigen Technik geht das Packen leicht. Beginne mit dem Fußende, damit die Luft über die Öffnung entweichen kann, und klemm den Schlafsack unter den Arm, damit er nicht auf dem Boden schleift. Greif dann den Schlafsack jeweils 30–40 cm vor dem Packsack und stopf ihn mit einer drehenden Handbewegung hinein. Wiederhole das, bis der ganze Schlafsack im Packsack ist.
Unterwegs ist nicht der beste Ort, um etwas zum ersten Mal auszuprobieren. Nimm dir vor der Tour ein paar Minuten Zeit, um das Packen deines Schlafsacks zu üben. Das gilt auch für die restliche Ausrüstung. Prüf dabei gleich, ob alles in gutem Zustand ist.
Nimm den Schlafsack zu Hause aus dem Kompressionssack und lagere ihn locker, zum Beispiel in einem großen Aufbewahrungssack oder hängend. So kann sich die Füllung erholen und der Schlafsack vollständig trocknen. Besonders wichtig ist das bei Daunenschlafsäcken, denn Daunen, die lange zusammengedrückt werden, verlieren an Bauschkraft und wärmen schlechter.
Wird ein Schlafsack feucht gelagert, bildet sich mit der Zeit Schimmel. Lagere ihn deshalb immer trocken und unkomprimiert. Unterwegs gilt: Jede Gelegenheit nutzen, den Schlafsack im Wind auszulüften. Manchmal lässt das Wetter das nicht zu, dann solltest du alles tun, um ihn trocken zu halten. Das ist bei Daunen besonders wichtig, aber auch Kunstfaser wärmt trocken besser. Ein wasserdichter Packsack schützt den Schlafsack und andere wichtige Dinge wie Wollunterwäsche, Streichhölzer und Smartphone. Musst du ihn im Zelt trocknen, sorge für gute Belüftung.
Mit richtiger Trocknung und Lagerung hast du lange Freude an deinem Schlafsack. Und wenn doch einmal etwas reißt oder kaputtgeht, helfen wir weiter. In unserem Care & Repair Center in Görlitz, wo wir seit Jahrzehnten Schlafsäcke von Hand fertigen, tauschen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kammern oder Reißverschlüsse aus oder füllen deinen Schlafsack mit neuer RDS-zertifizierter Daune auf. Außerdem bieten wir einen Waschservice an, damit dein Schlafsack richtig gewaschen und getrocknet wird. Ein guter Schlafsack muss wegen eines kleinen Schadens nicht weggeworfen werden. Nimm Kontakt mit uns auf, und wir schauen, wie wir helfen können.