
Zelt und Tarp aufbauen: Anleitung und Tipps für den richtigen Platz
Es gibt Zelte für jedes Abenteuer, von ultraleichten Modellen für Trekkingtouren bis zu geräumigen Zelten für Gruppen und Familien. Ein Zelt schützt dich und deine Ausrüstung vor Wind und Wetter und ist unterwegs dein kleines Zuhause: ein Ort zum Ausruhen, Erholen und Nachdenken. Zelte unterscheiden sich in Größe, Konstruktion, Material, Gewicht, Design und Aufbau. Deshalb ist es wichtig, das richtige Zelt für deine Bedürfnisse zu wählen.
Zelt aufbauen: Schritt für Schritt
Viele Nordisk-Zelte werden „Außenzelt zuerst“ aufgebaut. Du stellst also zuerst das Außenzelt auf und befestigst danach von innen das Innenzelt. Das ist besonders praktisch, wenn es beim Aufbau regnet, denn so bleiben Innenzelt und Ausrüstung trocken. Die folgende Anleitung zeigt den Aufbau am Beispiel eines Tunnelzelts wie dem Oppland 3 SI.
- Breite das Zelt aus und schließe alle Türen. Führe die Stangen durch die farbcodierten Stangenkanäle.
- Befestige die Stangenenden in den Gurtbandösen am Außenzelt.
- Verankere zuerst das Ende des Zelts, das zum Wind zeigt: Schlage die Heringe durch die Gurtbandschlaufen im 45-Grad-Winkel in den Boden, mit dem Kopf vom Zelt weg geneigt.
- Zieh die Gurtbandschlaufen am anderen Ende zu dir und geh rückwärts, bis sich das Zelt aufrichtet. Verankere dieses Ende und sichere anschließend die Seiten mit weiteren Heringen.
- Verankere die Abspannleinen im Boden. Wie viele du brauchst, hängt vom Wetter ab. Bei Sturm muss das Zelt rundum sicher abgespannt sein.
- Stelle Gurtbänder und Abspannleinen so nach, dass das Zelt gleichmäßig gespannt ist.
- Befestige das Innenzelt an den O-Ringen und Haken.
Beim Einpacken kannst du das Innenzelt eingehängt lassen. Dann geht der Aufbau beim nächsten Mal noch schneller.
Den richtigen Platz für dein Zelt finden
Der richtige Platz entscheidet darüber, ob du morgens ausgeschlafen und trocken aufwachst. Stelle das Zelt auf ebenem Untergrund auf und entferne spitze Steine und Wurzeln. Das schützt den Zeltboden und deinen Rücken. Roll vor dem Aufbau deine Isomatte aus und leg dich probeweise hin, um den Untergrund zu testen.
Achte auf Wind und Sonne. Stell das Zelt nicht in die pralle Sonne, sondern lieber in den Halbschatten, sonst wachst du wie in einer Sauna auf. Richte die Rückseite des Zelts zum Wind aus, sodass die Tür vom Wind abgewandt ist. Spann das Zelt gut ab, damit Regen abläuft, die Belüftung funktioniert und der Wind wenig Angriffsfläche hat. Seid ihr zu zweit, zieht jeder an einer Seite.
Meide Hanglagen. Regenwasser und lose Steine rollen bergab, und auf schrägem Boden schläfst du schlecht.
Beachte außerdem, dass Wildcampen in weiten Teilen Deutschlands nicht erlaubt ist. Stell dein Zelt auf Campingplätzen, ausgewiesenen Trekkingplätzen oder dort auf, wo es ausdrücklich gestattet ist.
Ein Tarp aufbauen
Tarps gibt es in vielen Formen, Größen, Materialien und Gewichtsklassen. Ein Tarp ist eine dünne, wasserdichte Plane, die sich auf viele Arten spannen lässt und vor Regen und Sonne schützt. Es ist leicht, vielseitig und schnell aufgebaut. Mit einem Tarp schaffst du zusätzlichen Platz im Lager, vergrößerst den geschützten Bereich vor deinem Zelt, überdachst deine Outdoor-Küche oder schläfst ganz ohne Zelt darunter.
Manche Zelte sind dafür ausgelegt, ein Tarp direkt zu befestigen. Beim Oppland 3 SI kannst du zum Beispiel die Vorder- und Seitentür öffnen und ein Tarp als überdachte Erweiterung des Eingangs anbringen.
Den richtigen Platz für dein Tarp finden
Bei der Wahl des Platzes gelten für ein Tarp ähnliche Regeln wie für ein Zelt. Ein Tarp schützt weniger gut vor starkem Wind und Regen, bietet dafür aber sehr gute Belüftung und viel Nähe zur Natur. Wähle deshalb immer einen geschützten Platz. Dichter Wald eignet sich gut, offene Wiesen, Hügelkuppen und Waldränder dagegen weniger.
Richte das Tarp so aus, dass die niedrige oder geschlossene Seite zum Wind zeigt. Bei starkem Wind suchst du dir einen Platz, der auf der Windseite durch Bäume, Felsen oder einen Hügel geschützt ist.
Drei Varianten, ein Tarp aufzubauen























