
Packliste für Outdoor-Touren: Zelten im Herbst und Winter
Die eine Packliste für alle Outdoor-Touren gibt es nicht. Was du brauchst, hängt von Jahreszeit, Region und Dauer ab, von deinen Vorlieben, deiner Ausrüstung und davon, wie weit du alles tragen musst. Diese Packliste ist für eine zweitägige Tour mit einer Übernachtung im Zelt oder unter dem Tarp im Herbst oder Winter gedacht. Passe sie an Gebiet, Jahreszeit und Wettervorhersage an. Am Ende findest du eine Liste für die Gruppenausrüstung, ein Erste-Hilfe-Set und Tipps zum Packen.
Die persönliche Packliste
Schlafen und Tragen
- Schlafsack, passend zu Jahreszeit und Wettervorhersage, zum Beispiel der Knuth -10° für kalte Nächte
- Isomatte, zum Beispiel die Alden 5.0
- Zelt oder Tarp
- Trekkingrucksack (50–85 l), wenn du alles tragen musst
- Kleiner Tagesrucksack (15–40 l)
- Packbeutel zum Organisieren, zum Beispiel wasserdichte Packsäcke wie der Sola 15 Drybag
- Wasserflasche (1 l) und im Winter eine Thermoskanne
- Stirnlampe oder Taschenlampe
- Sonnenbrille
Kleidung
- Fleecejacke
- Hose
- Wind- und wasserdichte Jacke und Hose
- Daunenjacke
- Socken, am besten aus Wolle. Wolle eignet sich auch im Sommer: Sie riecht nicht so schnell, ist atmungsaktiv, wärmt auch im nassen Zustand und trocknet schnell.
- Gute Schuhe für das jeweilige Gelände. Bei längeren Touren lohnen sich zusätzlich leichte Schuhe oder Sandalen fürs Camp.
- Funktionsunterwäsche, möglichst aus Wolle
- Unterwäsche
- Mütze, Schal und Handschuhe
Hygiene
- Sonnencreme
- Biologisch abbaubare Seife oder Shampoo. Wasch dich trotzdem nicht direkt im See oder Bach, sondern mindestens 50 m entfernt.
- Toilettenpapier und ein Zipbeutel. Benutztes Toilettenpapier ist Müll und kommt in den Beutel, bis du den nächsten Mülleimer erreichst.
- Zahnbürste und Zahnpasta
- Mückenschutz
Gruppenausrüstung für Tourleiter
- Messer, Säge und Axt, wenn ihr ein Feuer machen wollt (nur dort, wo Feuer erlaubt ist)
- Kocher zum Wasserkochen und Kochen
- Töpfe und Pfannen ohne Kunststoffgriffe, die über offenem Feuer schmelzen könnten
- Spülschwamm und biologisch abbaubares Spülmittel
- Lebensmittel:
- 1 × Frühstück
- 2 × Mittagessen
- 1 × Abendessen
- Snacks für unterwegs und den Abend, besonders wichtig bei aktiven Touren
- Kaffee, Tee und Saft
- Karte in einer wasserdichten Kartenhülle und Kompass
- Erste-Hilfe-Set
- Reparaturset für Zelt und Tarp sowie Flickzeug für aufblasbare Isomatten
So packst du deinen Rucksack richtig
Die Grundregel: Schwere Sachen so nah wie möglich an den Rücken. Je weiter das Gewicht vom Rücken entfernt ist, desto schlechter ist dein Gleichgewicht und desto schwerer fühlt sich der Rucksack an. Schlafsack und Isomatte kommen ins untere Fach. Dinge, die du unterwegs oft brauchst, packst du oben oder in die Seitentaschen. Kleidung in kleinen Packbeuteln sorgt für Ordnung.
Den Rucksack richtig einstellen
- Alle Gurte lockern und den gepackten Rucksack aufsetzen.
- Den Hüftgurt so schließen und festziehen, dass er mittig auf dem Beckenkamm sitzt. Er trägt den Großteil des Gewichts und entlastet die Schultern.
- Dann die Schultergurte festziehen, bis sie eng an den Schultern anliegen, ohne im Nacken oder unter den Achseln zu drücken.
- Zum Schluss, falls vorhanden, die Lageverstellriemen oben an den Schultergurten und den Brustgurt einstellen.
Das Erste-Hilfe-Set
Ein Erste-Hilfe-Set gehört auf jede Tour, für Blasen nach einem langen Wandertag, Schnittwunden oder kleinere Verbrennungen. Du kannst ein fertiges Set kaufen oder dir selbst eines zusammenstellen:
- Pflaster und Blasenpflaster
- Tape
- Schere
- Mullkompressen und Verband
- Klammerpflaster (Steri-Strips) für tiefere Schnitte
- Desinfektionsmittel und Desinfektionstücher
- Wund- und Heilsalbe
- Kühlendes Gel, zum Beispiel Aloe vera, für Sonnenbrand
- Schmerztabletten
- Rettungsdecke























