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Artikel: Outdoor-Kochen an der Küste: Strandkrabben-Bisque mit Muscheln und wilden Kräutern

Outdoor-Kochen an der Küste: Strandkrabben-Bisque mit Muscheln und wilden Kräutern

Outdoor-Kochen an der Küste: Strandkrabben-Bisque mit Muscheln und wilden Kräutern

Von Jurgen Bender

Outdoor-Cooking bedeutet einfach, draußen zu kochen, und lässt viel Raum für eigene Ideen. Der Trend ist aus der neuen nordischen Küche mit ihren lokalen, saisonalen Zutaten entstanden. Es geht darum, alles selbst zu machen, sich Zeit zu nehmen und zu den Grundlagen zurückzukehren, als Gegenpol zu einem hektischen Alltag, in dem schnelles Fertigessen oft die Lösung ist. Dazu kommen die Ruhe und die Nähe zur Natur.

Outdoor-Kochen über dem Lagerfeuer

Outdoor-Cooking öffnet auch den Blick für die vielen essbaren Kräuter, Früchte und Pilze, die in der Natur um uns herum wachsen. Slow Food über offenem Feuer ist im Grunde die einfachste Art zu kochen: Es dauert so lange, wie es eben dauert.

Noch vor nicht allzu langer Zeit bedeutete Kochen im Freien für die meisten den Grill im Sommer. Wer draußen kochen musste, griff meist zum Gas- oder Spirituskocher und zu teurer gefriergetrockneter Kost. Anfang der 90er-Jahre war ich Berufssoldat und habe den Soldaten meiner Einheit beigebracht, in der Natur nur mit dem zu überleben, was sich finden oder fangen lässt. Dieses Wissen habe ich ins zivile Leben mitgenommen und mit der Gastronomie verbunden. Daraus ist die Art des Kochens entstanden, die ich hier vorstelle. Sie hat nichts mit Überleben zu tun, sondern verbindet Zutaten aus der Natur mit ein paar Dingen von zu Hause zu einem kulinarischen Erlebnis draußen.

Ein Ausflug an die Küste

Dieses Gericht basiert auf Zutaten, die du an der Küste findest: Strandkrabben und Miesmuscheln. Dazu kommen Kräuter und Früchte aus der Umgebung, je nachdem, wie viel Zeit und Geduld du hast und wie gut du dich mit essbaren Pflanzen auskennst. Ich verwende Sanddorn und wilden Thymian. Normaler Thymian und Zitrone gehen genauso.

Wichtig: Sammle Muscheln nur dort, wo es erlaubt ist, und nicht nach Algenblüten, da Muscheln Giftstoffe anreichern können. Im Nationalpark Wattenmeer und in vielen Dünengebieten ist das Sammeln von Muscheln, Queller und Sanddorn verboten. Im Zweifel kaufst du die Muscheln beim Fischhändler.

Zutaten von der Küste für die Strandkrabben-Bisque Muscheln und Krabben am Strand

Strandkrabben-Bisque mit Muscheln und wilden Kräutern

Strandkrabben-Bisque mit Muscheln im gusseisernen Topf über dem Feuer

Zutaten für 4 Personen

  • 10–12 Strandkrabben
  • 20–22 Miesmuscheln
  • 1 kleine Handvoll Sanddornbeeren (oder Saft einer Zitrone)
  • 1 kleine Handvoll Hagebutten (oder Kirschtomaten)
  • 1 Zwiebel
  • 1 großer Zweig wilder Thymian
  • 500 ml Wasser
  • 4–5 Stängel Queller (optional)
  • 50 ml Sahne zum Verfeinern (optional)
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl zum Braten

Zubereitung

  1. Die Muscheln säubern. Muscheln mit beschädigter Schale und geöffnete Muscheln, die sich beim Antippen nicht schließen, wegwerfen.
  2. Die Strandkrabben mit einem kräftigen Messer rasch in der Mitte durchteilen. Das Innere nicht entfernen, denn es gibt den Geschmack (viel Fleisch haben Strandkrabben nicht).
  3. Die Hagebutten halbieren und die Kerne samt Härchen gründlich entfernen. Die Zwiebel klein schneiden.
  4. Einen großen Topf, am besten aus Gusseisen, auf einen Rost oder an ein Dreibein über das Feuer hängen. Etwas Öl erhitzen und die Zwiebel darin weich dünsten.
  5. Die Krabben zugeben und kräftig anbraten.
  6. Das Wasser angießen, aufkochen und etwa 15–20 Minuten köcheln lassen. Dann die Krabbenstücke herausnehmen oder die Suppe durch ein Sieb gießen.
  7. Die Muscheln, die gewaschenen, gehackten Kräuter, die Beeren und den Queller in die Suppe geben und bei schwacher Hitze etwa 5–10 Minuten sanft köcheln lassen, bis sich die Muscheln geöffnet haben. Muscheln, die geschlossen bleiben, wegwerfen.
  8. Die Sahne unterrühren, kurz aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu: Brot aus dem Feuer

Zur Bisque passt frisch gebackenes Brot aus dem gusseisernen Topf. Das Rezept findest du in unserem Beitrag Kochen in der Natur.

Frisch gebackenes Brot aus dem gusseisernen Topf

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